Trotz seines Alters von vierzehn Jahren hatte Gerwert schon 1926 einen so guten und intensiven Kontakt zur NSDAP und zur SA, das er als 15- Jähriger auf dem Gauparteitag 1927 die SA- Fahne seiner westfälischen Heimatstadt Haltern tragen durfte.
Im Frühjahr 1928 besuchte der 16- Jährige eine Gastwirtschaft in dem nahegelegenen Dorf Sythen. Einige andere Gäste begannen mit dem Absingen von Arbeiterliedern. Gerwert antwortete auf die vermeintliche Provokation durch entsprechende Äußerungen seinerseits. Schnell kam es zu einem Wortwechsel, der in einer Schlägerei mündete. Bernhard Gerwert wurde niedergeschlagen und durch Stockhiebe an Kopf und Körper verletzt. Bevor ein Arzt die Überführung in ein Krankenhaus anordnete, lag der junge mehrere Wochen in der Elterlichen Wohnung, ohne das eine Besserung seines Zustandes eintrat. Nach einer Operation erlag der Müllergehilfe am 20.04.1928 um 01.00 Uhr nachts seinen Verwundungen. Eine Gerichtsverhandlung gegen die mutmaßlichen Täter ergab aufgrund widersprüchlicher Zeugenaussagen keine Verurteilung.
Ihr für uns und wir für euch!

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